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Teranga: Junge Akteure für die Ernährungswende ausbilden

In Schifflange ist TERANGA – das Haus der Ernährungswende – ein strategisches Instrument von SOS Faim, um globale Agrar- und Ernährungsfragen mit der lokalen Realität zu verknüpfen. Der einzigartige Ansatz von TERANGA liegt in der zentralen Rolle, die jungen Menschen zukommt: Sie sind nicht nur Zielgruppe, sondern aktiv Teilnehmende, die sich voll und ganz in das Projekt einbringen.

Lernen durch Verantwortung

Acht junge Menschen, darunter europäische Freiwillige, leben derzeit in TERANGA. Das Haus ist nicht nur ein Wohnort, sondern vor allem ein Ort des praktischen Lernens. Die jungen Menschen empfangen Besucher, organisieren Veranstaltungen und leiten Workshops zu Saatgut, Biodiversität und dem Kampf gegen Lebensmittelverschwendung. Sie lernen, Aktivitäten zu koordinieren, öffentlich zu sprechen, Botschaften zu vermitteln und zusammenzuarbeiten.

Ziel ist es, junge Menschen zu befähigen, ihr Handlungsvermögen zu entwickeln, indem ihnen echte Verantwortung übertragen und erfahrungsorientiertes Lernen gefördert wird. Die ersten Ergebnisse bestätigen die Relevanz des Modells: gestärktes Engagement, klarere Karrierewege, fortgesetzte Beteiligung in lokalen Organisationen und sogar die Integration eines ehemaligen Freiwilligen ins Team.

Lokales und Globales verbinden

Bei TERANGA ist Ernährung ein Zugang zu umfassenderen Themen: Bauernrechte, Ernährungssouveränität, Agrarökologie und die Wechselwirkungen zwischen Nord und Süd.

Junge Menschen werden nicht nur für diese Themen sensibilisiert, sondern auch dazu ermutigt, systemische Dynamiken zu verstehen und sich aktiv in diese Prozesse einzubringen. Ab 2026 wird dieses Ziel durch die Teilnahme junger Menschen am Weltsozialforum in Benin verstärkt. Das Forum ist als strukturiertes Bildungsprogramm konzipiert und umfasst Vorbereitung, Präsenzphase und Nachbereitung in Luxemburg.

Konsolidierung für die Ausweitung

Die ersten zwei Jahre haben die Relevanz des Projekts bestätigt. Sie haben aber auch eine zentrale Herausforderung aufgezeigt: Die Ausbildung junger Menschen für bürgerschaftliches Engagement erfordert strukturierte Unterstützung und entsprechende Ressourcen.

Das Engagement ist groß. Nun muss die Organisation durch strukturiertere Programme, verstärkte Unterstützung und eine höhere Bildungsqualität gestärkt werden. Innerhalb von zwei Jahren hat TERANGA bereits mehrere hundert direkte und indirekte Begünstigte erreicht. Doch jenseits der Zahlen liegt der größte strategische Nutzen darin, eine Generation auszubilden, die in der Lage ist, Ernährung, soziale Gerechtigkeit und bürgerschaftliches Engagement miteinander zu verknüpfen.

Junge Menschen nicht nur für die Probleme zu sensibilisieren, sondern sie zu Akteuren des Wandels zu machen: Das ist das Ziel von TERANGA. Es ist auch einer der prioritären Entwicklungsbereiche der kommenden Jahre, für den verstärkte Unterstützung unerlässlich sein wird. Um mehr über TERANGA und seine Aktivitäten zu erfahren, besuchen Sie www.teranga.lu.