Thumbnail

Finanzierung der Zukunft der senegalesischen Landwirtschaft: Einbeziehung von Jugendlichen und Frauen als Motor des Wandels

Fokus auf die Partnerschaft mit U-IMCEC im Senegal

Im Senegal spielt die Landwirtschaft eine Schlüsselrolle: Sie ist die Haupteinnahmequelle für fast die Hälfte aller Haushalte und ein wichtiger Hebel für die Beschäftigung junger Menschen und die Ernährungssicherheit. Kleinbauern – insbesondere junge Menschen und Frauen – haben jedoch weiterhin Schwierigkeiten beim Zugang zu Finanzierungen und erhalten nicht die notwendige Unterstützung.

In diesem Zusammenhang erweist sich die finanzielle Inklusion als entscheidender Hebel zur Unterstützung des Wandels von Familienbetrieben.

Ein an die ländlichen Gegebenheiten angepasster Ansatz

Seit 2001 entwickelt die Union der gemeinschaftsbasierten Spar- und Kreditinstitute (U-IMCEC) Finanzdienstleistungen für die ländliche und stadtnahe Bevölkerung. Ihr Ansatz kombiniert Sparen, Kredite und Unterstützung (Schulungen, Beratung, Förderung von Unternehmertum), um die Kapazitäten der Begünstigten nachhaltig zu stärken.

Um den spezifischen Bedürfnissen des Agrarsektors gerecht zu werden, gründete U-IMCEC 2022 ein Agrarfinanzzentrum (CFA). Dieses Zentrum bietet auf die landwirtschaftlichen Zyklen zugeschnittene Lösungen und integriert Innovationen wie Kredite in Kombination mit Versicherungen und Finanzierungen für nachhaltige Ausrüstung.

Förderung einer neuen Generation von Agrarunternehmern

Eine der wichtigsten Prioritäten von U-IMCEC ist die Stärkung junger Menschen und Frauen. Durch die Erleichterung des Zugangs zu geeigneten Finanzdienstleistungen und die Förderung ihrer Kompetenzen unterstützt die Institution die Entstehung tragfähiger und nachhaltiger landwirtschaftlicher Aktivitäten, insbesondere im Bereich der Agrarökologie.

Seit September 2025 arbeitet SOS Faim mit U-IMCEC zusammen, um inklusive Finanzierungsmechanismen weiterzuentwickeln und die Kapazitäten junger senegalesischer Landwirte zu stärken.

Diese Partnerschaft trägt dazu bei, eine globale Herausforderung zu bewältigen: Angesichts von mehr als 2,3 Milliarden Menschen weltweit, die von Ernährungsunsicherheit betroffen sind, ist es unerlässlich, lokale, nachhaltige und inklusive Lösungen zu unterstützen.