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- Der Fall von Menschenrechtsverteidigern weltweit
Der Fall von Menschenrechtsverteidigern weltweit
Ein Rückblick auf den Runden Tisch beim Migrationsfestival und die Eröffnung der Ausstellung „Menschenrechtsverteidiger“ in Teranga.
Fünf luxemburgische NGOs – AEIN, CPJPO, Friends of Tibet, FDH und SOS Faim – haben sich für eine Ausstellung über Menschenrechtsverteidiger zusammengeschlossen. Die Ausstellung rückt diejenigen in den Fokus, die oft im Verborgenen wirken und mutig für den Schutz grundlegender Rechte und der Menschenwürde eintreten.
Im März 2025 wurde die Ausstellung „Menschenrechtsverteidiger“ im Rahmen des Festivals für Migration, Kulturen und Bürgerschaft in der Luxexpo The Box präsentiert. Im Anschluss fand ein Runder Tisch zum Thema „Förderung globalen und solidarischen bürgerschaftlichen Engagements in Luxemburg: Der Fall von Menschenrechtsverteidigern weltweit“ statt. Daniel Pascual, Koordinator des Comité de Unidad Campesina (CUC) in Guatemala, und Tenzin Namgyal, Mitglied des International Tibet Network, unsere engagierten Experten, teilten ihre Erfahrungen und ihren Kampf für Menschenrechte in aller Welt. Sie lieferten konkrete Einblicke in die Herausforderungen ihrer jeweiligen Kontexte.
Die Ausstellung und die anschließende Podiumsdiskussion stießen auf großes öffentliches Interesse und führten zu einem intensiven und konstruktiven Austausch. Der gesamte Tag trug dazu bei, das Bewusstsein für die Bedeutung der Unterstützung von Menschenrechtsverteidigern und die Förderung von Dialog- und Solidaritätsräumen zu schärfen.
Die Ausstellung der Verteidiger konnte im September auch in Teranga und im Oktober in der Gemeinde Strassen gezeigt werden, jeweils mit einer privaten Vorbesichtigung.
Die Ausstellung „Verteidiger“ wurde im September auch in Teranga und im Oktober in Strassen gezeigt, jeweils mit einer privaten Vorbesichtigung. Bei dieser Vorbesichtigung wurde besonderes Augenmerk auf den Fall von Moussa Tchangari gelegt, einer führenden Persönlichkeit der nigrischen Zivilgesellschaft und langjährigem Partner von Projekten, die von SOS Faim unterstützt werden. Als Präsident der Organisation Alternative Espaces Citoyens wurde er im Dezember 2024 Opfer des Verschwindenlassens und befindet sich seit Januar 2025 willkürlich in Niger inhaftiert. Trotz der öffentlich geäußerten Bedenken von Mary Lawlor, der UN-Sonderberichterstatterin für die Lage von Menschenrechtsverteidigern, haben die nigrischen Behörden bisher nicht offiziell auf die Vorwürfe der juristischen Schikane und Verfahrensfehler gegen ihn reagiert.
Mit dieser Ausstellung wollten die Partnerorganisationen erneut bekräftigen, dass die Unterstützung von Menschenrechtsverteidigern nicht nur eine moralische Verpflichtung, sondern eine Notwendigkeit für den Erhalt demokratischer Werte, sozialer Gerechtigkeit und unserer gemeinsamen Menschlichkeit ist. In einer globalen Situation, die vom Aufstieg des Autoritarismus und der Aushöhlung grundlegender Freiheiten geprägt ist, bleibt ihr Schutz eine kollektive Verantwortung.